Will sich die Landeskirche Hannovers von vielen Kindergärten trennen?

18. Juni 2010

Wegen der Finanznot der Kommunen geraten auch die kirchlichen Kindergärten stark unter Druck. Um sich behaupten zu können, brauche die Kirche professionelle Strukturen und übergemeindliche Trägerschaften für ihre Kitas. Dem ist vollständig zuzustimmen. Besonders deutlich wird dies in der Landeshauptstadt Hannovers, wo eine schlechte Refinanzierung der kirchlichen Kindergärten zulasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch überforderte Nichtfachleute ausgehandelt wurde.

In dem sogenannten Aktenstück Nr. 30 B “Bericht des Landekirchenamtes zur Entwicklung und Finanzierung der Kindertagesstätten” auf Seite 30 wird ausgeführt, dass die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers vor verschiedenen Alternativen stehe. Es folgt ein längeres wörtliches Zitat:

Die Alternativen zeigen deutlich, dass die Lösungsansätze in jedem Fall zu Einschränkungen führen werden. Daher erscheint es angesichts der Größe und Bedeutung der Kindertagesstätten in der Landeskirche geboten, weitere Lösungsansätze zu beraten und zu entwickeln.”

Fazit: Es ist richtig, dass über weitere Lösungsansätze nachgedacht werden muss. Damit die Entwicklung aber nicht zu lasten der Kita-Beschäftigten geht, müssen wir uns besser zusammenschließen und uns wehren. Fast 1.000 Kita-Beschäftigte haben sich bereits im Mitarbeitervertretungsverband organisiert. Das Arbeitgeberpapier läßt sich auch als eine einzige Aufforderung an die Beschäftigten lesen, sich jetzt auch noch anzuschließen. Wer dies jetzt erkennt, ist herzlich im MVV willkommen. Alle neuen Mitglieder erhalten als Willkommen ein grünes Fitnessband mit der Aufschrift “Sich bewegen -bringt Segen!” W.M.

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